Monatsarchiv: April 2017

Unterstützung Petition “PAS ins Strafrecht” Download

Luftballons PAS kleinLiebe Mitglieder und Interessierte,
die österreichische Väterplattform startet auch dieses Jahr wieder eine Petition, die dann auch wieder dem Parlament übergeben werden wird und somit im Petitionsausschuss unter dem Vorsitz des Familiensprechers der NEOS Michael Bernhard behandelt werden wird. Michael Bernhard hat uns voriges Jahr im Parlamentsclub der NEOS empfangen.

PAS (Parental Alienation Syndrom) ist der Fachbegriff für Eltern-Kind-Entfremdung

Um das geht es genau: LINK

Nun verhält es sich so, dass bevor die Petition übergeben werden kann, Unterschriften gesammelt werden müssen, dann stellt das Parlament die Petition (Bürgerinitiative) auf deren Server. Stimmberechtigt sind alle österreichischen Staatsbürger und/oder alle Personen die in Österreich gemeldet sind.

WIE KANN ICH UNTERSTÜTZEN?

Die Väterplattform stellt eine Unterschriftenliste zum Download zur Verfügung. Jeder kann sich diese herunterladen, von Familienmitgliedern, Arbeitskollegen und Freunden unterschreiben lassen und kann sie dann an unsere Mailadresse office@vaeter-ohne-rechte.at weiterleiten. Die Daten werden wie immer vertraulich behandelt. Gerne können diese Listen auch in Anwaltskanzleien usw. aufgelegt werden.

So sieht die Petition aus:

Vorderseite:
Petition Vorderseite neu
Rückseite: (hier bitten wir um ein vollständiges Ausfüllen)
Rückseite Petition neu

KLICK ZUM DOWNLOAD

Die Petition wird unterstützt von:

Väter ohne Rechte
Vaterverbot
Kindergefühle
Papa gibt Gas
Im Namen elterlicher Verantwortung
Männerpartei
Väter für Recht

und der
Platform for European Fathers

Wir hoffen auf große Unterstützung, damit sich endlich etwas im Familienrecht ändert.

Im Auftrag unserer Kinder!

4 Jahre kein Kontakt zur Tochter – Vater setzt Plakataktion

Plakat Hollabrunn 2

 

Väter ohne Rechte und seinen Mitgliedern sind unzählige Fälle bekannt bei denen die leiblichen Kinder, oft über Jahre keinen Kontakt zum Vater haben. Die Gerichtsverfahren werden ständig mit neuen Anträgen überflutet, oft werden diese nicht einmal in angemessener Zeit behandelt, Verfahrensverschleppung ist eines der einfachsten Dinge der Welt, wenn man den Dreh einmal raus hat. In der Zwischenzeit nimmt die Eltern-Kind-Entfremdung (Parental Alienation Syndrom) ihren Lauf.

Ein Vater hat nun in Kooperation mit VoR eine Plakataktion gestartet und der gemeinsamen Tochter zum Geburtstag gewidmet. VoR sprach mit dem Vater:

 

VoR: Lieber Ralf, wir kennen Dich und Deine Causa seit Jahren, Du bist schon lange Mitglied bei Väter ohne Rechte. Was hat es mit dieser Plakataktion auf sich?

Ralf: Unsere Tochter Svenja hat Geburtstag. Leider lässt die Mutter keinerlei Kontakt zwischen uns zu. Selbst Briefe an unsere Tochter werden ungeöffnet retouniert. Es war mir wichtig, Svenja ganz klar zu signalisieren, dass ihr Papa an sie denkt und sie liebt – ich weiß ja nicht, welchen Manipulationen Svenja ausgesetzt ist.

VoR: Wie ist es zu dieser Aktion gekommen?

Ralf: Die Idee geistert mir schon lange durch den Kopf. Ich habe mich erkundigt wie hoch solche Kosten in der Regel für Private sind und dabei hat es mir gleich einmal einen Schock versetzt. Ich wandte mich an VoR und tatsächlich konntet Ihr einen Deal mit einem Werbeanbieter abschließen, der nur ein Bruchteil der Kosten verursacht hat. Sohin konnte ich 5 Plakatflächen mieten.

VoR: Ja, richtig, wir sind auf einen österreichweit auftretenden Partner getroffen, der der Sache sehr aufgeschlossen gegenübersteht, ein hohes Bewusstsein für NGOs, NPOs, soziale und ehrenamtliche Arbeit von gemeinnützigen Organisationen hat. Ab jetzt können Väter über VoR leistbar Botschaften an Ihre Kinder schicken oder auf andere Art und Weise auf die Thematik kostengünstig aufmerksam machen.

Ralf: Das ist wirklich Klasse. Ich bin dafür sehr dankbar und sehe auch ganz locker ein Potential, dass dieses Beispiel Schule macht.

Plakat Hollabrunn 1

VoR: Der Text Deines Plakates ist frei von Verbitterung, nicht anklagend – warum diese Entscheidung?

Ralf: Mir geht es nicht um Rache an der ehemaligen Lebensgefährtin oder der Justiz. Das Plakat ist bewusst an unsere Tochter gerichtet – ihr gegenüber haben solche Gefühle keinen Platz.

VoR: Worum geht es Dir als Vater?

Ralf: Ich möchte Kontakt zu meiner 8-jährigen Tochter. Als Vater für sie da sein. Eine helfende Hand in ihrem Leben sein. Das muss ich seit 7 Jahren vor dem Bezirksgericht Hollabrunn erklären. In diesem Verfahren steht keinesfalls das Kindeswohl und Recht auf Vater und Mutter im Vordergrund.

VoR: Vier Jahre hast Du jetzt schon überhaupt keinen Kontakt mehr zu Deiner Tochter?

Ralf: Ja, keine Briefe, keine SMS, keine Anrufe, keine Mails, keine WhatsUp-Nachrichten, Facebook, kein Besuchscafe mehr, von unbegleitetem Kontakt kann sowieso keine Rede sein.

VoR: Wie wird dem Kindeswohl am Bezirksgericht Hollabrunn Aufmerksamkeit geschenkt?

Ralf: Bislang gar nicht! Sonst müsste das BG Hollabrunn prompt etwas unternehmen damit weiterer Schaden vom gemeinsamen Kind abgehalten wird. Nur so würde man jegliche Warnung von außenstehenden Experten beachten. Und meine Tochter dürfte schließlich Papa und Mama, und eine noch größere väterliche Familie erleben.

VoR: Wie ist denn der aktuelle Verfahrensstand?

Ralf: Der einzige Beschluss der von der Kindesmutter eingehalten wird, ist, dass sie Fotos und Informationen mir zukommen lässt. Sonst wird meine Tochter sukzessive von mir entfremdet – ich fühle mich entsorgt. Bisher gab es über 300 Schriftstücke bei Gericht.

VoR: Sieben Jahre Verfahren sind ja Wahnsinn, wie gehst Du damit um? Hast Du schon mal ans Aufgeben gedacht, wenn Du ständig gegen Windmühlen kämpfst? Woher nimmst Du die Kraft und Ausdauer für das Anliegen Deiner Tochter?

Ralf: Nervlich und finanziell ist es eine enorme Belastung. Jeder kann wahrscheinlich nachvollziehen, was es bedeutet sein eigenes Kind so lange nicht sehen zu können. Natürlich gab es auch einige dunkle Stunden in den ganzen Jahren – immer wieder hoffe ich, dass sich etwas zum Guten wendet. Selbstverständlich habe ich öfters ans Aufgeben gedacht, dann denke ich mir immer, dass ich unsere Tochter nicht aufgeben kann. Was wäre denn die Alternative? Das Kind in einer Art Geiselhaft bei der Mutter zu lassen?

Stell Dir vor, Svenja kommt eines Tages auf mich zu und fragt mich, was ich dafür bzw. dagegen gemacht habe? Da will ich ihr eine Antwort geben können, für die ich mich nicht schämen muss .

VoR: Ja, das ist eine sehr persönliche Entscheidung, bei der es kein Richtig und Falsch gibt. Aus Erfahrung kennen wir zahlreiche Väter die aufgegeben haben, teils weil sie es sich schlicht nicht mehr leisten konnten und auch daran zugrunde gingen. Leider hatten wir auch schon Suizide in unseren Reihen – wenn man so will, die letzte Stufe von PAS…. (Eltern-Kind-Entfremdung)

VoR: Was erhoffst Du Dir von der Aktion?

Ralf: Vorrangig will ich nur einmal Svenja erreichen und ihr sagen, dass ich sie liebe und jeden Tag an sie denke – das ist das Wichtigste.

VoR: Wir finden Deine Aktion großartig und bedanken uns bei Dir für Deine Courage! Du kennst den Leitspruch von VoR: Never, never, never give up!

Hinweis: Sollten auch andere österreichische Väter Interesse an so einer Aktion haben, so mögen sie sich bitte an office@vaeter-ohne-rechte wenden.

 

Never never vever give up VoR

 

 

 

 

PETITIONSSTART PAS ins Strafrecht – 25. April ist internationaler PAS-Tag

Luftballons PAS kleinTag gegen Elternentfremdung: heimliche Gewalt von unheimlichen Ausmaßen!

Die österreichische Väterplattform begeht am 25. April den internationalen Tag gegen Elternentfremdung. Dabei stellt sie klar: Elternentfremdung ist tiefgreifende Gewalt gegen zahlreiche Menschen.

Ist Elternentfremdung Gewalt?

Gewalt definiert sich dadurch, dass jemand beeinflussend, verändernd oder schädigend auf andere einwirkt. Elternentfremdung schadet nachweislich Kindern, Elternteilen (zumeist Vätern) und vielen Verwandten (zumeist väterlicherseits). Somit ist jede Elternentfremdung fortgesetzte Gewaltausübung gegen mehrere Personen.

Das Ignorieren von Gewalt durch Elternentfremdung in Politik und Justiz

Die österreichische Politik und Österreichs Justiz scheint meisterlich im Ignorieren von Gewaltformen wie Elternentfremdung zu sein. Doch ebenso, wie der Baum im Wald auch dann vom Blitz getroffen wird, wenn wir nicht hinsehen, handelt es sich bei jeder Elternentfremdung klipp und klar um brutale, seelische, familiäre Gewalt, egal, ob wir hin- oder wegsehen.

Die gesellschaftliche Dimension

Gewalt wird umso bedrückender erlebt, je weniger die Gesellschaft betroffene Menschen vor dieser Gewalt schützt. Elternentfremdung wird noch immer bagatellisiert, allzu schnell wird dem gewaltausübenden Elternteil Glauben geschenkt und sogar dem Gewaltopfer, dem entfremdeten Elternteil, die Schuld an der eigenen Lage zugeschoben.

Die aktive Mittäterschaft der Republik Österreich

Traumatisch wird Gewalt endgültig, wenn sich der Staat durch Politik und Justiz auf die Seite der Gewalttäter stellt und sie bei ihrer fortgesetzten Misshandlung anderer schützt und unterstützt. Die Väterplattform beweist mit zahllosen Beispielen, wie Ämter und Justiz durch Passivität, Verschwendung von Zeit und schließlich sogar aktiv durch Stellungnahmen, Gutachten, Entscheidungen und Beschlüssen Elternentfremdung unterstützen. Die Politik wirkt an dieser fortgesetzten Gewalt mit, indem sie nicht einmal Zahlen und Daten erhebt, massenweise Beschwerden ignoriert und somit wissentlich Gewalt duldet und unterstützt.

Will die Republik Österreich weiter Mittäter sein?

Die Väterplattform fordert zum internationalen Tag gegen Elternentfremdung:
- Anerkennung der Eltern-Kind-Entfremdung als tiefgreifende Gewalttat und Bekenntnis zum Auftrag des Staates, diese Gewaltform ebenso verhindern zu wollen wie andere Formen der Gewalt.

- Verankerung von Eltern-Kind-Entfremdung als Straftatbestand in das Strafgesetzbuch, Festlegung von abschreckenden Strafen und tatsächliche Verhängung unbedingter Strafen, zum Schutz der Menschen in Österreich vor Gewalt.

- Unterstützung und Hilfe für Opfer, durch niederschwellige Beratung, kompromisslose Unterstützung, schnelles, präventives Eingreifen und Wiedergutmachung für alle Betroffenen
Österreichs, deren Leid durch das Handeln oder Unterlassen der Republik oder von Einzelpersonen mitverursacht wurde.

Glaubwürdiger Gewaltschutz kann nicht mit einem blinden Auge und Scheuklappen durch die Welt gehen. Die Forderungen der Väterplattform sind grundlegend. Immer mehr Menschen in Österreich sehen Bedarf für solche grundlegenden Änderungen. Die Väterplattform wird alle Anstrengungen daran setzen, dass diese Einsicht endlich bei Österreichs Politik und Justiz ankommt.
Die österreichische Väterplattform ist ein Dachverband der Vereine „Väter ohne Rechte“, Vaterverbot, Kindergefühle, INEV, „Papa gibt Gas“ und der Männerpartei.

Hinweise:

Zahlen für Österreich wurden von öffentlicher Hand nie erhoben. Daher hier ein Vergleich mit Großbritannien: 50% aller Trennungsväter sehen ihre Kinder unregelmäßig bis gar nicht. http://www.theguardian.com/news/datablog/2013/nov/20/non-resident-dads-relationship-children
Gesundheitliche Schäden durch Elternentfremdung: Deutsches Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt.de/archiv/35550/Parental-Alienation-Syndrome-Nicht-instrumentalisieren-lassen

Prof. Ursula Gresser: http://www.zdf.de/volle-kanne/das-leid-der-scheidungskinder-kontaktabbruch-schlimmer-als-tod-eines-elternteils-infos-von-prof.-ursula-gresser-44495890.html

Ärztekammer Salzburg:http://www.aerzteblatt.de/archiv/35550/Parental-Alienation-Syndrome-Nicht-instrumentalisieren-lassen

Ein Fallbeispiel unter vielen: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/feindbild-vater-das-entfremdete-kind-1653630.html

Studie PAS Annie Lemberger
http://www.vaterverbot.at/passtudie.html

Am 25. April jährt sich der Internationale PAS-Tag der erstmals vor Jahren in Kanada ausgerufen wurde. Immer mehr Väter- und Kinderschutzorganisationen schließen sich diesem Event an um auf die Problematik von PAS – dem Parental Alienation Syndrom – vulgo Eltern-Kind-Entfremdung aufmerksam zu machen. Dabei handelt es sich um eine Form des Kindesmissbrauchs, der, wie in anderen Ländern ins Strafgesetzbuch gehören würde.

Väter ohne Rechte wird als Teil der Väterplattform auch an diesem Tag aktiv sein, dazu finden sich alle Interessierten vor dem Bundesministerium für Familie und Jugend ein. VoR wird u.a. dutzende schwarze Luftballons mit einem PAS Aufdruck dabei haben. Selbstverständlich werden wir reichlich Studienmaterial dabei haben um dieses im Kabinett der Bundesfamilienminister Sophie Karmasin zu übergeben. Ein Termin wurde uns zugesichert!

Gleichzeitig ist dieser Tag der Startschuss für eine neue Petition (Bürgerinitiative) der österreichischen Väterplattform die dann auch wieder im Parlament eingebracht werden wird. Unterstützt wird diese Petition von der PEF (Platform for European Fathers). Das Ziel und die Forderung ist, dass PAS als Straftatbestand in das Strafgesetz aufgenommen wird.

Datum: 25. April 2017
Zeit: 09:00 – 12:00 Uhr
Ort: Bundesministerium für Familie und Jugend. 1020 Wien, Untere Donaustraße 13-15

VoR wird auch ein paar kleine Überraschungen dabei haben, so wird auch eine Kamera mitfilmen und anschließend ein Video erstellt werden. Martin Morauf, der Obmann des Vereins, Dipl. Ing. Maximilian Urban der Lobbyist des Vereins und Dr. Robert Holzer, der Kinderarzt und Pressesprecher des Vereins werden entsprechende Statements zu PAS abgeben. Eventuell hat auch einer “unserer” Anwälte Zeit um die rechtliche Situation im Detail zu erläutern.

Die Veranstaltung ist polizeilich genehmigt und wir hoffen auf rege Teilnahme.

https://www.facebook.com/events/1529964760370388/

http://www.vaeter-ohne-rechte.at/events/event/25-april-internationaler-pas-tag-vor-dem-familienministerium/

Väterplattform Banner

VoR kritisiert Familienpolitik der SPÖ beim Maiaufmarsch

 

Wahl 2015 Häupl Rot ist gegen VäterAuch dieses Jahr wird Väter ohne Rechte wieder vor knapp 100.000 Besuchern des Maiaufmarsches der SPÖ auf die Missstände in der österreichischen Familienpolitik aufmerksam machen. VoR wird auch eine Petition zur Unterschrift bereitstellen die Kindesentfremdung (PAS) als Straftatbestand fordert. Dies ist nur eine der zahlreichen Baustellen im Familienrecht.

 

Entgegnete man uns im ersten Jahr der Teilnahme noch sehr barsch und attackierte uns, merken wir jedes Jahr einen größeren Zuspruch der Teilnehmenden, die sich teilweise anstellen um auch ihre Anliegen, bei denen die SPÖ versagt, durchgesetzt wissen wollen. Bei einer Scheidungsrate um rund 50 Prozent kein Wunder – von der statistisch nicht erfassten Trennungsquote ganz zu schweigen.

Video 1. Mai 2014 (damals wurden wir als Faschisten und Nazis beschimpft, bespuckt, es gab mehrmals gewalttätige Übergriffe, Väter pauschal als Täter verurteilt, eine Gemeinsame Obsorge abgelehnt,…)

Hunderttausendfach bleiben traumatisierte Kinder und entrechtete Väter zurück, deren Fälle füllen jahrelang Gerichtssäle, nicht selten ein Leben lang Therapieeinrichtungen. Nicht einmal die UN-Kinderrechtscharta wird eingehalten, während Menschenrechtsverletzungen mit erhobenem Zeigefinger in jedem weit entfernten Land eingefordert werden. Diese Doppelmoral findet in der breiten Öffentlichkeit schon lange keine Zustimmung mehr.

Es ist mehr denn je an der Zeit unsere Stimme für eine gleichberechtigte Elternschaft auch nach Trennung/Scheidung zu erheben und den Rechten unserer Kinder, die beinahe keine Lobby haben den Rücken zu stärken.

VoR ist immer wieder verwundert, wie selbst betroffene Familienmitglieder, aus welchen Interessen auch immer, Parteien wählen, die gegen die Interessen der eigenen Kinder gerichtet sind.

Wir bitten daher um zahlreiche Teilnahme!

Im Auftrag unserer Kinder

VoR 1. Mai

Mama ist nicht genug – Papa ist unverzichtbar – Renata Kochta im Interview

Titelbild FB Gruppe Mama ist nicht genug - Papa ist unverzichtbar

Es gibt dutzende Social Media Gruppen die sich dem Thema “Gleichberechtigte Elternschaft” mit unterschiedlichen Zugängen widmen.

vertiefende Hinweise: Podiumsdiskussion Alles Evolution mit dem Väteraufbruch für Kinder und dem Verband berufstätiger Mütter, sowie ein Beitrag in der Kleinen Zeitung mit Väter ohne Rechte.

Seit einigen Monaten sorgt eine Facebookgruppe für Furore. Die Betreiberin Renata Kochta, ehemalige Profi-Tennisspielerin investiert viel Zeit in die Thematik und ist auffallend ab- und aufgeklärt. In wenigen Monaten haben sich bereits über 1200 Mitglieder registriert – ein ungewöhnlich schnelles Wachstum, das sicher auch den regelmäßigen Videos von Renata Kochta geschuldet ist. In diesen Videos kommt häufig sie selbst zu Wort, aber auch ihre Kinder und verschiedene Prominente, die Statements zum Thema abgeben. Link zur Gruppe

Väter ohne Rechte war neugierig und führte ein Interview mit der couragierten Mutter

VoR: Renata, bereits vor Monaten sind wir auf die wohl interessanteste Neugründung einer Facebookgruppe seit Jahren zum Thema gestoßen, Du bist deren Betreiber. Was war die Motivation diese Gruppe zu gründen?

Renata Kochta: Unser Nachbar ist geschieden und hat 2 Kinder. Er war 10 Jahre verheiratet, die Kinder bei der Scheidung 6 und 2,5 Jahre alt. Unsere Kinder spielten an den Wochenenden immer mit seinen Kindern. Am Anfang sah er die Kinder ziemlich regelmäßig. Er lernte sehr schnell eine neue Frau kennen und ich bemerkte dass die Kinder plötzlich immer weniger kamen. Irgendwann sprach ich ihn darauf an, da unsere Kinder sie auch etwas vermisst haben, was denn los ist. Er erzählte mir sodann, dass er von seiner Exfrau wegen Kindesmisshandlung angezeigt wurde, und seine neue Lebensgefährtin gleich mit. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Die Kinder hatten die schönste Zeit wenn sie beim Papa waren und ich habe sehr oft mitbekommen, wie sie geweint haben als sie wieder heim zur Mama mussten. Er zeigte mir dann die Anzeige. Diese Vorwürfe waren so grotesk, zum Teil auch gar nicht nachvollziehbar.

Er hat sodann von einem Tag auf den anderen seine Kinder fast 1 Jahr nicht gesehen, bis es zur Verhandlung kam. Da er ja nichts getan hat, lag es auf der Hand, dass die Kinder drastisch von der Mutter manipuliert werden mussten und sie regelrecht zu einer Falschaussage bei der Polizei angestiftet wurden. Genauso kam es dann vor dem Gericht raus. „…die Mama hat gesagt wir sollen es so sagen….“ Das Verfahren wurde eingestellt, passiert ist nichts. (er zeigte mir die Protokolle und Video etc.) Nach der Verhandlung wurden die Umgänge weiter drastisch und bewusst boykottiert bis der Vater irgendwann aufgab, damit er die Kinder von den stetigen Loyalitätskonflikten schützt. Ich fing an mich immer mehr für dieses Thema zu interessieren, fing an zu googeln – konnte es nicht verstehen, dass sowas in Deutschland möglich ist. Wie kann es möglich sein, wenn ein Vater Sorgerecht hat, der beste Papa der Welt ist, nach der Trennung haltlos angezeigt wird, er die Kinder nicht sehen kann, sie nicht anrufen kann, oder am Geburtstag ein Geschenk vorbeibringen kann etc… 3 mal hatte er eine Umgangspflegerin, die auch kläglich versagt haben. Ich habe mich immer mehr in dieses Thema vertieft und konnte plötzlich alles nachvollziehen.

VoR: Renata, woher nimmst Du als das Detailwissen, zum Beispiel über PAS, der Eltern-Kind-Entfremdung ?

PAS - Es PASSiert jeden Tag unter uns

Renata Kochta: Ich habe verstanden was die Mutter da mit den gemeinsamen Kindern tut. Sie manipuliert geplant und systematisch die Kinder gegen den Vater. Und ich habe alles aus nächster Nähe live mitbekommen. Und auf einmal habe ich die gleiche Geschichte auch von anderen Freunden zu hören bekommen – überall klang es nach einer Trennung gleich.

Irgendwann dachte ich mir: das kann doch nicht sein, dass alle Richter, Anwälte etc.so blind sein können!!! Jeder sieht doch was die Mutter da macht!! Sie benutzt die Kinder als Waffe, um ihre niederen Bedürfnisse zu befriedigen! Sie entzieht den gemeinsamen Kindern den Papa und misshandelt somit selber die Kinder psychisch und seelisch auf eine bestialische Art und Weise. Das ist ein geplanter und gewollter Umgangsboykott – der bestraft werden muss. WARUM unternimmt keiner was?? Und dafür wollte ich mich ab sofort einsetzen.

VoR: Immer wieder veröffentlichst Du Videos, auch Prominente waren schon dabei – wer aller?

Renata Kochta: Da es ein wirklich schwieriges Thema ist, ist es auch gar nicht einfach Prominente dafür zu gewinnen. Man muss es im Vorfeld erstmal erklären, aber auch dann kann es ein normaler Menschenverstand nicht verstehen. Jeder denkt das Gleiche: es ist doch der Papa, wie kann eine Mutter sowas tun?? Kein Mensch der Welt kann dem leiblichen Papa den Umgang verbieten, oder vereiteln…? Die Aufklärung dauert im „Schnelldurchlauf“ ca. 20 Min…. dann stehen die Prominenten da und viele haben Angst was öffentlich zu posten, wollen sich lieber raushalten – können es NICHT verstehen. Aber ein paar konnte ich schon für ein kurzes Video gewinnen: Dr. Christine Theiss, Julia Dahmen, Jiri Kochta, Jiri Vanek, Sarah Kern, Cornelia Corba etc…

VoR: Ich habe gelesen, dass ein YouTube-Channel geplant ist – wann kann man mit dem rechnen

Renata Kochta: ist schon online erreichbar unter https://www.youtube.com/channel/UC7pt7GFDZ4xu9fLr_0qPT_g

VoR: Du sprichst immer wieder davon, wie leicht Kinder zu manipulieren sind. Dazu hast Du sogar zwei “Manipulationsvideos” erstellt, die für viel Aufsehen gesorgt haben. Erzähl uns doch, wie es zu dieser Idee kam?

Renata Kochta: Als ich mich für dieses Thema anfing zu interessieren, habe ich mich auch viel mit Psychologen und Anwälten unterhalten. Diese teilten mir mit, dass es normal ist wenn ein Kind nicht mit will,da das Kind manipuliert ist oder im Loyalitätskonflikt steht. Am Anfang konnte ich es einfach nicht nachvollziehen, aber nach vielen Gesprächen und den Erlebnissen wie bei meinem Nachbarn war es für mich klar. Man kann ein Kind auf die einfachste Art und Weise manipulieren um ans Ziel zu kommen.

Als Beispiel: der Papa soll dieses Wochenende die Kinder abholen. Ich bin nun die Mutter, und will es nicht. Was tue ich, damit meine Kinder es auch nicht „wollen“, obwohl sie sich ja auf den Papa freuen. Ich verspreche Ihnen die schönsten Sachen, wie zb.: wir gehen ins Kino, danach kaufe ich euch euer Lieblingseis und ihr könnt euch ein Spielzeug aussuchen….JEDES Kind schreit: JAAA….. und dann stellt man den Kindern gleich die Suggestivfrage: also, ihr wollt dann nicht zum Papa am Wochenende, stimmts? …. Und so leicht geht das.

Wenn die Kinder dann von sich aus sagen: wir wollen nicht, DAS saugen dann die Jugendämter etc richtig auf, anstatt dies zu hinterfragen. Und das war noch die harmlose Variante einer Manipulationsarbeit. Es geht auch schlimmer in dem man dem Kind zb. droht dass man seine Spielsachen oder Handy wegschmeißt wenn er zum Papa will… und so kam ich auf die Idee es selber auszuprobieren. Und ich musste es nicht einmal „proben“ …

Hier das Video:

https://www.youtube.com/watch?v=wwFFC5aa4Yw

VoR: Wie begegnest Du den Vorwürfen, dass Du Eure gemeinsamen Kinder in den Videos zu Wort kommen lässt – sie ein wesentlicher Bestandteil der Videos sind?

Renata Kochta: es sind genau 2 Videos mit unseren Kindern von ca. 40 Videos. Es sind meine/unsere Kinder und ich habe ihnen nach den Videos gesagt dass es ein Spiel war und ich stolz auf sie bin, dass sie so ehrlich mit ihren Gefühlen und Wünschen umgehen. Sie IMMER das sagen sollen, was sie denken. Kinder wissen ja nicht dass Sie „manipuliert“ werden…. Somit war es die 2 male ok. Für mich war es im Nachhinein sehr schlimm, da man dabei bedenken muss dass Trennungskinder ihr Leben lang so gegen den anderen Elternteil manipuliert werden.

VoR: Welche Personen sind in der Gruppe?

Renata Kochta: ich behaupte ausschließlich Betroffene. Ich „sortiere“ auch regelmäßig aus und befrage erstmal die Mitglieder bei einer Anfrage warum sie in die Gruppe wollen. Ich schätze dass 95 Prozent nur Betroffene dabei sind. Väter, Stiefmütter, Omas, Opas und Verwandte….vielleicht auch der eine oder andere Anwalt oder Medienmann.

VoR: Kommt es auch zu Anfeindungen? Von welcher Seite, wie lauten diese?

Feind-Bild

Renata Kochta: aber natürlich. Meistens von Müttern, die dann beleidigend werden. Dies möchte ich hier gar nicht wiedergeben, da es unterste Schublade ist – da wundert mich dann vieles nicht.

VoR: Kannst Du das verstehen?

Renata Kochta: Nein, absolut nicht. Ich bin selber Mutter von 3 Kindern und ich versuche mich immer wieder in die Lage der „Entzieher/ Boykottierer“ reinzuversetzen. Ich kann es nicht verstehen, wie man den EIGENEN Kinder dieses zusätzliche Leid antut. Eine Trennung ist schwer genug, warum muss man dann auch noch das eigene Kind damit belasten und ihm weitere Qualen zufügen. Weil die Mutter ganz von ihren eigenen mit der Trennung verbundenen Gefühlen des Versagens, Verletztseins, der Enttäuschungswut und Abwehr von Schuldgefühlen absorbiert ist, ist das Scheidungskind mit dem Erleben der Trennung meist allein gelassen. Dazu kommt dass dem Kind dann noch zusätzlich Leid zugefügt wird und der Vater entzogen wird. Ich kann mir kaum den Schmerz vorstellen. Ein Kind wünscht sich immer nach einer Trennung dass Mama und Papa zusammenbleiben. Wie kann man als Mutter so kalt und rachezerfressen sein, sein Kind als Waffe zu benutzen, um sich an dem Partner zu rächen…. das Kind hat sich nicht getrennt. Als Mama will man doch das BESTE für sein Kind. Und das ist Mama UND Papa.

VoR: Ich glaube Medien sind auch bereits auf Dich aufmerksam geworden.

anne will talkshow

Renata Kochta: Ja das ist richtig. Ich wurde von Stern TV angerufen und um Mithilfe gebeten. Ich machte mich dann an die Arbeit und sammelte einige traurige Geschichten von „entsorgten Vätern“ und schickte sie an die Redaktion. Der Beitrag ist ja gekommen, nur war dieser leider am Rande und andere Themen waren an dem Abend wichtiger. Das Thema „Kindesentzug“ wird leider noch nicht ernst genommen, obwohl es katastrophale Folgen für die gesamte Gesellschaft hat.

VoR: Was gehört Deiner Meinung nach in der deutschen Gesetzgebung geändert? (Österreich ist ja ähnlich)

Renata Kochta: es wäre so einfach: Kindesvereitelung/ Kindesentzug/ Kindermanipulation ist eine Straftat und gehört ins Strafgesetzbuch. Ein Vater würde nie mehr vor einer verschlossenen Tür stehen, oder die Kinder wären manipuliert. Es gäbe keine Gerichtsverhandlungen wegen Umgang mehr.

VoR: Du betonst auch immer wieder richtigerweise, dass es auch Väter gibt, die sich um den gemeinsamen Nachwuchs nicht kümmern wollen – warum?

Renata Kochta: weil ich diesbezüglich auch immer wieder Emails von Müttern bekomme, die sich beklagen dass es nicht stimmt, dass viel mehr Väter sich nicht kümmern wollen etc… desweiteren bekomme ich dies auch immer wieder bei „Mitgliedsanfragen“ mit, wenn ich die Frau dann frage warum sie Mitglied werden will und sie sagt dass der Vater sich nicht kümmert. Dann antworte ich immer: es ist genauso schlimm für das Kind wie umgekehrt – es tut uns sehr leid dass sich der Vater nicht kümmern will, aber dann ist diese Gruppe nicht die richtige, denn es würde sie nur deprimieren, denn in „unserer“ Gruppe will jeder Vater seine Kinder sehen. Sie verstehen es dann auch. Ich finde es persönlich sehr schlimm, wenn ein Vater kein Interesse an seinem eigenen Kind zeigt. Es ist vergleichbar, jedes auf seine eigene Art traurig.

VoR: Würdest Du auch in Talkshows etc. Auftreten?

Renata Kochta: Sofort!

VoR: Väter ohne Rechte bemerkt seit Jahren in seiner Öffentlichkeitsarbeit, dass Frauen/Mütterstimmen “doppelt” zählen, jedenfalls lieber gehört werden. Bemerkst Du das auch? Wie erklärst Du Dir das?

Renata Kochta: Absolut, denn Väter die von Umgangsvereitelung betroffen sind, mitunter sehr bizarre und von Aggressivität geprägte Bemühungen unternehmen, um ihre Kinder wiedersehen zu können. Dies kann man auch als Versuch interpretieren, die ohnmächtig erlebte Situation und Traumatisierung zu beenden. Von inkompetenten Professionellen wird dies jedoch häufig als Bestätigung dafür gedeutet, dass man “diesen Vater” auf keinen Fall zu den Kindern lassen darf. Beim Familiengericht kann eine solche unqualifizierte Deutung der Situation zum gerichtlich angeordneten Ausschluss des Umganges führen, somit ist das Gehör natürlich wesentlich höher, wenn sich eine Mutter dafür einsetzt.

VoR: Was sind Deine Erwartungen zu Deinem Engagement und die Zukunft der Gruppe?

Renata Kochta: Eigentlich wäre es mir lieber, wenn diese Gruppe überflüssig wäre, angesichts der enormen Betroffenenzahl ist es aber eher wahrscheinlich mit irgendwann 10.000 Mitgliedern geballt und gemeinsam gegen „das System“ vorzugehen.

VoR: Ich weiß, wie viel Arbeit das Administrieren von Gruppen und die hundert anderen Aufgaben machen, die keiner sieht. Wie schaffst Du das? Hast Du Hilfe?

Renata Kochta: Nein, mein Mann beschwert sich auch schon … ich mache es tatsächlich täglich zwischendurch. Es tut mir auch gut, denn ich setze mich für was „Gutes“ ein. Es macht mir eine Riesenfreude, wenn mir Mitglieder schreiben, wie sehr ich ihnen Mut und Hoffnung gebe, dass sie ohne diese Gruppe gar nicht mehr wüssten was sie tun sollten etc… dies ist extrem motivierend und ich weiß ich tue das Richtige.

VoR: Wie hat Deine Familie auf Dein Engagement reagiert, gab es da Widerstand oder bekommst Du volle familiäre Rückendeckung?

Renata Kochta: da es ein schwieriges Thema ist wo Kinder betroffen sind, sehen es „meine“ Familienmitglieder schon etwas skeptisch an oder sagen: lass es doch, es betrifft nicht dich, setze die Energie lieber woanders ein. Ich antworte dann: DAS gibt mir aber Energie, da ich was Gutes tue.

VoR: Willst Du noch etwas loswerden?

Renata Kochta: Ja, ein Sponsor wäre ein Traum. Wir könnten so viel mehr erreichen, wenn wir finanzielle Mittel dafür hätten. Ich würde Werbung schalten und auf das Thema tagtäglich aufmerksam machen….. es muss sich in den Köpfen der Menschen manifestieren. Wir haben 2017!! Kinder sind unsere Zukunft. Aber kaum einer in der Politik ist sich der Konsequenzen einer Umgangsvereitelung anscheinend bewusst. Langzeitstudien zeigen, dass eine Kindheit mit nur einem Elternteil ein Leben lang nachwirken kann. Forscher warnen vor dauerhaften Folgen der verbreiteten Vaterlosigkeit für Gesellschaft und Gesundheitssystem. Das ist ein stilles Drama ungeheuren Ausmaßes. Die Gesetze MÜSSEN sich ändern. Umgangsvereitelung muss zur Straftat werden.

VoR: Danke für diesen Hinweis. Väter ohne Rechte wird am 25. April, dem internationalen PAS-Tag wieder eine Petition starten, die genau dies zum Ziel hat und wird diese wieder dem Parlament übergeben. VoR bedankt sich sehr herzlich für dieses Interview und wünscht Dir weiterhin viel Erfolg und dankt Dir für Deine Courage!

VoR: Väter ohne Rechte wird am 2.6.2017 ein Fest zum 10-jährigem Vereinsjubileum in Wien veranstalten – wir würden uns freuen, wenn auch Du vorbeikommst.

Renata Kochta: Vielen Dank! Wenn wir da sind kommen wir sehr gerne.

Das Interview führte Sven Gründel von Väter ohne Rechte