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Stellungnahme zur ORF-Sendung „Kulturmontag“ vom 8.2.2016

kultur.montag.220Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Verein „Väter ohne  Rechte“ protestiert heftig gegen die in der Sendung vorgebrachten Darstellungen der familienrechtlichen Situation von Vätern. Im Gegensatz zu den Behauptungen in den Stellungnahmen der Feministinnen Helene Karmasin und Helene Klaar, ist es die diskriminierende Rechtsprechung, die in hohem Maße für den Kontaktabbruch zwischen Vater und Kind verantwortlich ist und nicht das Unvermögen bzw. der Unwille oder – wie ausführlich behauptet wurde – die „Karrieresucht“ der Väter.

Zum wiederholten Male lässt der ORF bei diesem wichtigen gesellschaftlichen Thema ausschließlich einseitige Ausführungen von bekannten und bekennenden Gegnern eines gleichberechtigten Familienrechts zu, ohne dem größten, kompetentesten und aktivsten Verein in Sachen Familienrecht die Mitsprache zu gewähren. Auch kamen im Vergleich die Männer praktisch nicht zu Wort. Ausschließlich (vorgestrige) Damen unterhielten sich zu diesem wichtigen gesellschaftlichen Thema. Das wäre etwa so, als ob der ORF eine Sendung über  „Arbeitsrecht“ machen würde, ohne einen Vertreter der Gewerkschaften mit einzubeziehen! Wir betrachten daher bis auf die Präsentation der richtigen Zahlen (93% der Obsorgeentscheidungen gehen an die Mütter) den gesamten Inhalt der Sendung als den Versuch des ORF, die Notwendigkeit einer raschen Änderung der Rechtsprechung im Sinne des Rechts des Kindes auf BEIDE Elternteile – wie sie mittlerweile in fast allen Ländern Europas und weiten Teilen der westlichen Welt aufgrund stichhaltiger kinderpsychologischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse praktiziert wird – mit banalen feministischen Argumenten zu verzögern, obwohl die gelebte Praxis die aktive Beteiligung der österreichischen Väter am Leben ihrer Kinder längst beweist.

Der Vorstand Verein „Väter ohne Rechte“

10.2.2016