Dr. Helmuth Figdor

Dr. Helmut Figdor

Dr. Helmuth Figdor

Dr. Helmuth Figdor

Studium der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Pädagogik in Wien. Promotion zum Dr. phil. (Pädagogik), Praktikum an der Univ.-Klinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters, Ausbildung zum Psychoanalytiker (WPV/IPA), Habilitation (Pädagogik, Psychoanalytische Pädagogik, Sonder- und Heilpädagogik, Sozialpädagogik) Psychoanalytiker, Kinder- und Jugendlichen – Psychotherapeut, Erziehungsberater Dozent am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Wien; Lehrbeauftragter für Pädagogik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.

Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte:

  • Auswirkungen von Scheidung und Trennung auf die psychische Entwicklung der Kinder
  • Entwicklung des inhaltlichen und methodischen Konzepts der “Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberatung”
  • Psychoanalytische Gruppenpädagogik im Kindergarten
  • Psychoanalyse und Musik/Instrumental- und Gesangspädagogik

Er ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik in Wien. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen, darunter „Scheidungskinder – Wege der Hilfe“ und „Was bringt die gemeinsame Obsorge?“.

Er tritt dafür ein, dass Kinder vor und nach Scheidungen und Trennungen eine besonders intensive Betreuung brauchen und dass die Verhaltensauffälligkeiten, die sie in dieser Zeit zeigen, völlig normal sind.
Er hat uns nahegebracht, dass die leiblichen Väter als Liebes- und Identifizierungsobjekte nicht ersetzt werden können und dass Kinder zu ihrer gesunden Entwicklung den Vater brauchen. Seine Studie „Was bringt die gemeinsame Obsorge?“ belegt, dass die gemeinsame Obsorge von der Mehrheit der Eltern freiwillig gewählt wird. Die Eltern tun dies, weil sie meinen, dass es ihren Kindern zugute kommt und dass die gemeinsame Obsorge konfliktberuhigend wirkt.
Die Studie schlussfolgert, dass die gemeinsame Obsorge als Standardmodell gesehen werden muss und nur bei einer Beeinträchtigung des Kindeswohls der alleinigen Obsorge der Vorzug zu geben ist.

Das Kindschaftsrechtsänderungsgesetz 2001 sei eine Reform im Dienste des Kindeswohls, damit sei aber die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber den von Scheidung und Trennung betroffenen Heranwachsenden noch lange nicht erfüllt.