«

»

Warum die Mütterinitiative für Alleinerziehende MIA irrt!

Väter ohne Rechte (VoR) und die Mütterlobby/Mütterinitiative sind sich nur ganz selten eins. Man könnte meinen beide Parteienvertreter stellen das diametral andere Ende einer Erfahrungslinie dar. Beide Organisationen sind Schicksalsgemeinschaften, bei der keiner vorsätzlich Mitglied ist. Gegenseitig wird sich Militanz, dogmatisches Denken und viel schlimmere Dinge an den Kopf geworfen.

Dieser Beitrag ist in 4 Teile gegliedert

Teil 1 klärt Grundsätzliches 

Teil 2 Rosinen picken bei Studiennennungen der Mütterinitiative

Teil 3 Ergänzungen zur objektiven Meinungsbildung

Teil 4 Dutzendfache Nennung diverser anderer PRO WechselmodellStudien

Teil 1 Grundsätzliches
Ist VoR der richtige Ansprechpartner?

Warum Nein:

VoR ist ein österreichischer Verein  – alle oben genannten Organisationen sind aus Deutschland.

Warum Ja:

VoR hat sich auf Social Media als das größte Sprachrohr, Medium im deutschen Sprachraum entwickelt – der deutsche Anteil ist größer als der österreichische.

Man darf nicht vergessen, dass VoR das besondere Kunststück gelungen ist, alle wesentlichen Vertreter der Väter/Männervereine in Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein zu bündeln – ein gemeinsames Forum geboten hat, dass angenommen wurde (bei gleichzeitiger Autonomie der einzelnen Vereine). Gleichzeitig hat VoR niemals offensiv Vertreter der Frauen/Mütter Organisationen aus der Diskussion ausgeschlossen – noch jetzt befinden sich diverse Gründer und Aktivisten dieser Organisationen aktiv im VoR-Forum.

Die Gruppenmitgliedschaft bei anderen Seiten, die Mütter im Fokus haben ist selbstverständlich kein Ausschlussgrund – im Gegensatz zu anderen Müttergruppen. Oftmals wenden sich Frauen an uns, denen der ungewohnt erbarmungslose Unterhaltungs- und Argumentationsstil in diesen Gruppen nicht gefällt an VoR – Mütter die zwar ihre Rechte durchgesetzt haben wissen wollen, aber nicht auf Kosten des Kindes – diese fangen wir gerne auf. Nicht umsonst hat VoR einen 42% Frauenanteil.

VoR hat sich ganz bewusst zu einem öffentlichen Forum entschlossen – geschlossene und geheime Gruppen sind nicht unser Anspruch – das FamilienUNrecht soll öffentlich aufgezeigt werden – jeder soll die Missstände lesen können – auch vor dem Hintergrund, dass es auch stumme Mitleser gibt, die sich nicht trauen ihren Fall zu schildern und trotzdem sich Informationen herausziehen können – und wie wir wissen, wird das Angebot häufig angenommen.

zu Teil 1
zu Teil 2
zu Teil 3
zu Teil 4

Teil 2 Rosinen picken bei Studiennennungen der Mütterinitiative

Die Mütterinitative für Alleinerziehende MIA nennt gerne NUR 2 Studien, warum die Doppelresidenz so richtig furchtbar für die Kinder ist – und schießt sich dabei ungewollt selbst ins Knie.

So genannt von der Mitbegründerin der Mütterinitiative für Alleinerziehende (MIA) Cosima Herrstein.

In folgendem Interview vom 02.12.2017 erwähnt die Dame 2 Studien, die ganz verheerende Auswirkungen für Kinder (einmal bis zum Alter von 4 Jahren) aufzeigen sollen.

Interview zum Nachlesen.

1. Studie: Jennifer McIntosh (Australien 2008) 2010 wurden für die australische Regierung 2 Studien zusammengeführt.

McIntosh 2010 Australien 2 Studien

Dabei befasst sich die erste Studie mit Langzeitfolgen von hochkonflikthaften Fällen. Nicht vergessen werden darf, dass, je nach Studie 3-10 Prozent der Fälle als hochkonflikthaft bezeichnet werden. Ergo werden über 90 Prozent der Fälle erst gar nicht untersucht. Das war auch nicht der Anspruch der Studie. Wenig erstaunlich, dass sich die Mütterinitiative, mangels gleichlautenden Studien genau diese herauspickt.

Die 2. Studie befasst sich mit wechselnden Übernachtungen von Säuglingen und jungen Kindern und kommt zu dem Schluss, dass es aufgrund der Gehirnentwicklung zu Stressoren bei bis zu dreijährigen Kindern kommen kann. Etwas anders schauen die Ergebnisse bei 4-5 jährigen Kindern aus. In Summe wird zu einem Residenzmodell tendiert.

Frau McIntosh und die Mütterinitiative haben anscheinend noch nicht die Anzahl der Kindesübernahmen  zwischen dem Residenzmodell und einer Doppelresidenz miteinander verglichen, sonst kämen sie rasch zu der Erkenntnis, dass gleich viele, bis weniger Übergaben, je nach vereinbarten Wechselmodalitäten im Doppelresidenzmodell stattfinden.

Hier ein Video, dass beide Modelle miteinander vergleicht:

Richtig ist allerdings auch, dass bei Säuglingen grundsätzlich weniger Kontakt dem Vater zugesprochen wird, gerade das Stillen wird hier häufig als Argument angeführt.

Hier die beiden Studien zum Nachlesen.

 

Die zweite genannte Studie von Cosima Herrstein ist von Rae Kaspiew aus 2009 und auch aus Australien.

Dabei handelt es sich sogar um eine PRO-Wechselmodellstudie – das wird von der Dame erst gar nicht erwähnt. Ein Schuss ins eigene Knie!

Die Studie in Gesamtheit ist PRO-Wechselmodell – das  verschweigt die MIA. Vorsatz muss nicht unterstellt werden, sondern eher Unwissenheit – es ist jedenfalls nicht seriös die große Mehrzahl der Studien einfach zu ignorieren.

Richtig ist, dass sich diese Studie ausschließlich in einem Literaturhinweis und kurzem Traktat zu der McIntosh-Studie erschöpft.

Hier die Studie komplett nachzulesen.

zu Teil 1
zu Teil 2
zu Teil 3
zu Teil 4

Teil 3 Ergänzungen zur objektiven Meinungsbildung

Ergebnisse aus 45 Studien

aktuell sind wieder 2 Studien erschienen, die zu der Erkenntnis kommen, dass die Doppelresidenz besser für Kinder geeignet ist, als das Residenzmodell

2 Studien Schweden

ein Video gebe ich von einer der Studienleiter hier gerne wieder: Malin Bergström 

 

Kontakt mit Malin Bergström und Jana Turunen ist bereits hergestellt – die Studien folgen demnächst – aus einer Stelle gibt es bereits eine Zusage!

zu Teil 1
zu Teil 2
zu Teil 3
zu Teil 4

Teil 4 Dutzendfache Nennung diverser anderer PRO WechselmodellStudien

Doppelresidenzforschung gibt es in den unterschiedlichsten Disziplinen seit 4 Jahrzehnten. Die Mütterinitative will diese nicht wahr haben.

Abarbanel (1977) USA
Steinmann (1981) USA
Irving (1984) Kanada
Irving & Benjamin (1991) Kanada
Luepitz (1986) USA
Richards & Goldenberg (1986) USA
McKinnon & Wallerstein (1986) USA
Shiller (1986) USA
Underwood (1989) USA
Johnson (1989) USA
Paerson & Thoennes (1990) USA
Williams (1991) USA
Maccoby (1993) USA
Cloutier & Chaques (1997) Kanada
Bausermann (2002) USA
Juby (2005) Kanada
Breivik & Olwens (2006) Norwegen
Hahn (2006) USA
Lacroix (2006) Australien
Fabricius & Luecken (2007) USA
Skorten & Barlindaug (2007) Schweden
Jablanska & Lindberg (2007) Schweden
Berger (2008) USA
Campoina (2008) USA
Melli & Brown (2008) USA
Frigger (2008) Deutschland
Kaspiew (2009) Australien
Smyth (2004/2005/2008/2009) Australien
Fehlberg, Millward & Campo (2009) Australien
Campo (2009) Australien
Spruijt & Duindam (2010) Niederlande
Cashmare (2010) Australien
Pazen (2011) USA
Bjarnasson & Arnasson (2011) 36 westliche Länder
Bergström (2012) Schweden
Fortin, Hunt & Scanlan (2012) Great Britain
Sodermans,Matthijs & Swicegood (2013) Belgien
Bergström (2013) Schweden
Bergström (2014) Schweden

im Anschluss noch eine Grafik über die gesetzlichen Entwicklungen

Entwicklung der elterlichen Verantwortung

 

zu Teil 1
zu Teil 2
zu Teil 3
zu Teil 4