Monatsarchiv: Mai 2018

Vatertagsgedicht – in memoriam Lukas* (†16)

Leider ist unsere Gemeinde schon wieder mit einem Todesfall konfrontiert. Vor kurzem verlies uns erst Vater Andreas ZahrlVoR berichtete.

Vater P.P. trauert um seinen erstgeborenen Sohn Lukas* (Name geändert), der mit 16 Jahren freiwillig aus dem Leben schied. Der letzte Kontakt zum Sohn fand vor 3 Jahren statt. Väter ohne Rechte (VoR) ist fassungslos über diese Nachricht, spricht dem Vater das tiefste Mitgefühl aus und trauert gemeinsam um seinen Sohn. Auch wir bleiben ohnmächtig zurück.
Wer hätte was, wann, wie, wo, machen können/müssen um dies zu verhindern.......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 10.6.2018 ist Vatertag in Österreich.

 

Die Kinderbuchautorin Waltraud Jann hat uns vor kurzem ein Vatertagsgedicht unaufgefordert zugesandt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Das Gedicht war mit folgendem Begleittext versehen:

Anlässlich meiner letzten Buchvorstellung wurde ich von einem Vater angesprochen, warum in einem meiner Bücher nur ein Gedicht zum Muttertag und keines für die Väter zu finden ist.

Er hat recht! Auch die Väter verdienen ihren Platz und ich habe daraufhin ein Gedicht für die Väter geschrieben.

Bald ist Vatertag.
Welchem Vater auch immer dieses Gedicht gefällt: er darf sich angesprochen fühlen. Die Mütter, denen das Gedicht gefällt, können es ihren Kindern vorlesen oder beibringen.

Ich wünsche allen Eltern einen schönen Tag mit ihren Kindern und alles Gute weiterhin!

 

VoR bedankt sich bei Frau Jann sehr herzlich für diese Sensibilität, dankt auch dem unbekannten inspirierenden Vater für seine Courage.

 

 

ZUM VATERTAG

Alle Väter – das ist richtig,

sind für ihre Kinder wichtig.

Ein Papa muss so alles wissen,

Kinder wollen ihn nie missen.

Mit Papa um die Wette laufen

und im Spaß auch `rumzuraufen,

auf seinen Schultern sitzen dürfen,

mit ihm laut Kakao zu schlürfen,

ihn im Sport auch mal zu schlagen

und ganz wilde Spiele wagen,

von ihm beschützt vor der Gefahr,

das ist ganz einfach wunderbar!

Liebe Väter, dass ihr`s wisst,

ihr werdet oft ganz schön vermisst,

seid da und zärtlich, das ist leicht,

denn eure Kinder lieben euch!

 

 

 

Allen Vätern alles liebe zum Vatertag!

Link zur Geschichte, dem Brauchtum und Aktuelles zum Vatertag

Tiefe Trauer um verstorbenen Vater – Spende Euro 1.200,– an VoR

Tiefe Trauer um verstorbenen Vater – Spende € 1.200,-- an Väter ohne Rechte - VoR

Andreas Zahrl war der mittlere dreier Brüder. Am 08.04.2018 verstarb er unerwartet an einem Herzinfarkt. Er wurde nur 50 Jahre alt und hinterlies eine 12-jährige Tochter - Natalie. Seinen beiden Brüdern Martin und Jürgen, seinen Eltern und seiner neuen Lebensgefährtin Theresia gilt unser tiefstes Mitgefühl und unsere Anteilnahme.

Zu seiner Tochter Natalie hatte nicht nur er über vier Jahre keinen Kontakt mehr, sondern auch die väterlichen Großeltern Annemarie und Karl Zahrl. Nach der ledigen Trennung 2008 zogen Mutter und gemeinsames Kind ca. 30 km weiter. Anfangs gab es noch geregelte Kontaktzeiten und Urlaube, doch ab 2013 wendete sich das Blatt.

So, wie es tausenden Trennungsvätern geht, sah auch er sich urplötzlich einer Reihe von Falschbeschuldigungen ausgesetzt. Es kam zum Kontaktabbruch. Viele Jahre versuchte er mit Hilfe der Justiz und ihren Helfern den Kontakt zu seiner geliebten Tochter wieder aufzunehmen – Natalie war sein Ein und Alles. Bedauerlicherweise zermürbte auch ihn das Justizgebahren und viele wissen welche ungeheuerliche psychische Belastung eine absolute Trennung für Kinder und einen Elternteil bedeutet.

So, wie es bei vielen Krankheiten der Fall ist, gehen den körperlichen Leiden, psychische Leiden voraus oder einher – es ist also durchaus angebracht zu sagen, dass Andreas Zahrl an gebrochenem Herzen verstorben ist.

Sein jüngerer Bruder Jürgen begleitete Andreas geraume Zeit während der Gerichtsverfahren und wurde so selbst Zeuge der Absurditäten der Justiz – die oft die Betroffenen fassungslos und ohnmächtig zurücklässt. Einmal erzählte Andreas seiner Familie, dass es sich anfühlen würde, als ob die gemeinsame Tochter tot sei – ein Gefühl, das sehr viele Trennungskinder und Trennungselternteile befällt und auch bereits in der Fachliteratur Einzug gefunden hat.

 

Familie Zahrl entschied, dass statt Kranz- und Blumenspenden einer NGO die sich für die Rechte von Kindern auf beide Eltern- und Großelternteile einsetzt, gespendet werden soll – schließlich war dieses Anliegen das, dass den Vater und die väterlichen Großeltern die letzten Jahre psychisch am Meisten zusetzte. Die Wahl fiel auf "Väter ohne Rechte".

Das Begräbnis fand am 13.04.2018 in würdigem Rahmen in Waidhofen an der Thaya statt. Familie, die Lebensgefährtin, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen und der Arbeitgeber sammelten gemeinsam unfassbare € 1.200,-- welche am 07.05.2018 übergeben wurden. Stellvertretend für den Verein übernahmen Sven Gründel und Christian Schmölz den symbolischen Scheck und überreichten der Familie eine Honorationsmitgliedschaft.

Väter ohne Rechte gedachte Andreas Zahrl auch (leider passend) bei der PAS-Pressekonferenz  am 25. April 2018. Absurderweise ist der internationale PAS-Tag auch der Geburtstag von Andreas Zahrl......

Die gesamte Gemeinschaft von Väter ohne Rechte ist tief bedrückt über die Ereignisse und steht bei Bedarf der Familie in rechtlichen oder anderen Fragen zur Verfügung.

Leider muss die Gemeinschaft Jahr für Jahr solche und ähnliche Trauerfälle beklagen und wir kennen diesen Schmerz - er erschüttert alle Betroffenen bis ins Mark.

In stiller Anteilnahme und tiefem Gedenken!

Andreas Zahrl
∗ 25.04.1967
† 08.04.2018

Link zum Artikel in der Bezirkszeitung

Studie bestätigt: Kontaktabbruch macht Kinder krank !

Was der Hausverstand schon lange weiß, ist auch wissenschaftlich untersucht und bestätigt!

Jeden Tag werden weltweit Kinder von ihren Eltern getrennt, sei es durch Flucht, Krieg, Tod, Trennung der Eltern, gerichtliche oder behördliche Maßnahmen. Die Erfassung von Folgen solcher Traumata und ihre Bedeutung für die medizinische Versorgung der Betroffenen werden immer wichtiger.

Die Metastudie von Prof. Dr. Ursula Gresser und Anna Prinz untersuchte sechs Studien.

Scheidungs/Trennungskinder leiden besonders heftig, wenn der Kontakt zu einem Elternteil fehlt. Zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche neuere Studien aus den USA, Großbritannien und Skandinavien.

Es gibt nur wenige Studien, die sich mit der Frage gesundheitlicher Folgen von Kontaktabbruch zwischen Kindern und ihren lebenden leiblichen Eltern befassen. Die hier vorgestellten Studien kommen zusammengefasst zu folgendem Ergebnis:

Kontaktabbruch zu den leiblichen Eltern führt bei den Kindern zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die lebenslang andauern können. Kontaktverlust zu den leiblichen Eltern ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für die Entwicklung von Verhaltensauffälligkeiten, schweren Depressionen, Suchterkrankungen, Angst- und Panikerkrankungen verbunden. Es finden sich auch organische Veränderungen, wie zB des neuroendokrinen Stoffwechsels.

Jungen und Mädchen sind von diesen gesundheitlichen Folgen gleichermaßen betroffen.

Die Konsequenz aus diesen durch wissenschaftliche Untersuchungen gewonnenen Erkenntnissen kann aus ärztlicher Sicht nur sein, dass Kontaktabbruch von Kindern zu ihren lebenden Eltern verhindert werden muss. Die vorliegenden Studien nennen meist keine Unterschiede bzgl. der Ursache des Kontaktabbruchs, so dass der Kontaktabbruch unabhängig von den äußeren Bedingungen für die Kinder ein schweres Trauma mit anhaltender gesundheitlicher Schädigung bedeutet.

Der Kontaktabbruch zu lebenden Eltern schädigt die Kinder etwa doppelt so lang und dreimal so intensiv wie der Kontaktabbruch aufgrund von Tod eines Elternteils

so Prof. Ursula Gresser.

Nähere Infos zur Metastudie auf der Platform for European Fathers (PEF)