Tagesarchiv: 27. April 2020

Männerberatung vs. Väter ohne Rechte

Stellungnahme des Vereines "Väter ohne Rechte" (VoR) zum ORF-Interview "Neue österreichweite Nummer für Männerberatung" vom 20. April 2020 betr. Finanzierung einer österreichweiten Telefon-Hotline "Männerinfo" der  österreichischen Männerberatung.

per Mail an: info@maenner.atmaennerberatung@caritas-stpoelten.at,
familienzentrum.pichling@mag.linz.atberatung@maennerberatung.at,
office@maennerwelten.atoffice@man-n-agement.athaydn@maenner.at,
maennerberatung@caritas-kaernten.atberatung@mannsbilder.at,
gewaltberatung@ifs.at                                     Mit der Bitte um Stellungnahme!

Link zum ORF Artikel

Der Verein Väter ohne Rechte warnt hiermit Männer und Väter davor, sich an die neu gegründete, gebührenpflichtige Männerhotline 0720/704-400 zu wenden!

Erfahrungsgemäß wird „Mann“ dort nämlich grundsätzlich als Täter gesehen und behandelt, auch wenn keine Gewalt jemals von seiner Seite ausgegangen ist.

Frauenschutzeinrichtungen sind grundsätzlich sinnvoll, lassen sich jedoch von manchen Frauen bereitwillig instrumentalisieren, um Vorteile in Scheidungs- und Obsorgeverfahren zu erlangen, eine ungerechtfertigte Behauptung genügt. Der betroffene Mann wird weggewiesen und ist damit auch künftig als Gewalttäter gebrandmarkt.

Ein unter Umständen später erbrachter Nachweis einer Verleumdung durch eine solche Frau bleibt für diese erfahrungsgemäß straffrei.

Ein Mann oder Vater, der sich in gutem Glauben über die Männerhotline an diese Männerberatung gewandt hat, findet sich schnell im „zweiten Schritt“ wieder, nämlich im Anti-Gewalt-Training.

Alexander Haydn gesteht diesen "typischen Ablauf" unumwunden im ORF-Interview ein: „In den meisten Fällen wird dann ein Anti-Gewalt-Training in der Gruppe oder auch allein durchgeführt“.

Die Männerberatung ist aus Sicht des Vereins Väter ohne Rechte definitiv keine Vertretung von Männern und wird auch von keiner der anderen Väter-Organisation als eine tatsächliche Vertretung von Männern oder Vätern anerkannt. Ganz im Gegenteil erscheint die Männerberatung als Teilorganisation der Feminismus-Organisationen, was nach Ansicht des Vereins Väter ohne Rechte auch daran zu erkennen ist, dass es von Seiten der mit Steuergeldern finanzierten Männerberatung ganz offensichtlich keinen einzigen Kommentar gegen das zurzeit laufende Männer- und Väter-Bashing gibt.

Die Männerberatung leistet anscheinend nicht einmal dann  Gegenwehr, wenn von Seiten der ORF-Wien-Redaktion ein geradezu unfassbarer Rassismus und eine Geschlechterdiskriminierung gegen Männer betrieben wird.

So wird "Mann" im Beitrag als jemand dargestellt, „der auf Grund der Corona–Krise seinen Gewohnheiten nicht nachgehen kann und daher öfter zur Flasche greift!“ Diese Aussage, verbunden mit der bildlichen Darstellung von Einschenken und Trinken von Bier, gleicht aus Sicht des Vereins Väter ohne Rechte dem Straftatbestand der Verhetzung, die erstaunlicherweise bisher von niemandem zur Anzeige gebracht wurde, auch nicht von der Männerberatung. Ausgerechnet dorthin sollen sich Männer also wenden?

Und obwohl der Bedarf derselbe wäre, will die nicht ganz so hoch geförderte Männerberatung den mit Steuergeldern durchaus gut ausgestatteten Frauenorganisationen kein Geld „wegnehmen“. Das ist aus Sicht des Vereins Väter ohne Rechte geradezu amüsant, da wissenschaftliche Studien belegen, dass Gewalt von Frauen genauso häufig ausgeht wie von Männern.

Obwohl es also in Sachen Geld keine Spur von Gleichheit gibt, die Gewalt aber die gleiche ist, hat die Männerabteilung offensichtlich nicht die Eier, dieselbe Höhe an Steuergeldern einzufordern (Förderhöhe: jährlich siebenstellig). Und das soll eine echte Vertretung von Männern oder Vätern sein? Die Männerberatung gibt auch unumwunden zu, dass sie mit den Frauenhäusern zusammenarbeitet, wenn sie angibt dass ein fallbezogener Austausch mit Opferschutzeinrichtungen stattfindet. Maria Rösslhumer, Leiterin der Frauenhelpline, zeigte sich über das neue Angebot erfreut: „Es ist wichtig, dass Männer eine zentrale Anlaufstelle haben und wir eng zusammenarbeiten.“

Aus Sicht unseres Vereins sollte "Mann" sich daher gut überlegen, ob er sich nicht besser an den Verein Väter ohne Rechte wenden sollte. Wir haben erfahrene MitarbeiterInnen, die Männer und Väter nicht von vornherein als Täter begreifen, die helfen und unterstützen, vor allem aber dafür sorgen wollen, dass jedes Kind sein Recht auf BEIDE Elternteile behalten und ausüben kann.

Dass es Männer gibt, die selbst Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind, ist anscheinend nicht einmal denkmöglich für die Männerberatung und dies, obwohl es hunderte internationale Studien dazu gibt. Selbst Studien des Robert-Koch-Instituts oder des österreichischen Familienministeriums werden schlicht ignoriert.

Es ist längst an der Zeit, auch über das Tabuthema "Häusliche Gewalt an Männern" öffentlich zu diskutieren.

Die NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach hat gemeinsam mit dem Land Bayern erstmals eine Hotline für von Gewalt betroffene Männer eingerichtet und schafft die ersten Notwohnungen für Männer. In ihrem Pressebriefing findet sie dazu auch sehr klare Worte: "Häusliche Gewalt ist überwiegend weiblich" bei Zeitindex 00:03:21

An dieser Stelle noch ein Link zur neuen deutschen Hotline.

Der VoRstand und das Team von Väter ohne Rechte!

Rückfragehinweis: Maximilian Urban unter office@vaeter-ohne-rechte.at oder 0660 315 67 85

office@vaeter-ohne-rechte.at

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