Gutachterprozess des Jahres LG Salzburg


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Bild Gutachten klAm 13.3.2015 findet endlich die Verhandlung gegen den Fließbandgutachter E. Bachler am LG Salzburg statt. Es wird ihm vorgeworfen Fließbandgutachten z.B.: durch Kopieren seitenlanger Textpassagen (inkl. Rechtschreibfehler) erstellt zu haben. Im Amtsdeutsch heißt das: "Verdacht des Vergehens der falschen Befunderstattung durch einen Sachverständigen." Von den Betroffenen wird bemängelt, dass trotz entsprechender Anzeigen die Staatsanwaltschaft nicht den Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs verfolgt.

Der Fall bietet einiges an Brisanz, sind doch die Hintergründe, die geschäftlichen Verbindungen und selbst der Verhandlungsort höchst umstritten. So soll doch genau jenes Gericht ein Urteil fällen, in dem jahrelang der Gutachter von beinahe allen Richtern selbst ständig beauftragt wurde. Bereits mehrere parlamentarische Anfragen haben sich mit der Causa beschäftigt. Obwohl entsprechende Anzeigen eingingen verfolgt die Staatsanwaltschaft nicht den Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs. Das Gericht hat 16 Zeugen geladen, darunter einige Richter des LG Salzburg so auch den Vizepräsidenten des Landesgerichts. 13 seiner Gutachten wurden vom Übergutachter Prof. Max Steller von der Berliner Charite geprüft und in der Luft zerrissen - die Liste der Mängel jedes einzelnen Gutachtens ist lang.

Link: Hintergründe zum Fall und warum sich der Gutachterskandal zu einem Justizskandal ausgeweitet hat

Der Verein Väter ohne Rechte wird vor dem Gericht einen Infostand veranstalten und über die Rolle von Gutachtern und alle damit verbunden Aspekte, Gefahren und Problemstellungen informieren. Ebenso werden zahlreiche Vertreter der Väterplattform als Prozessbeobachter fungieren. Der Verhandlungssaal 228 im 2. Stock ist reserviert, ebenso haben sich zahlreiche Vertreter diverser Medien angekündigt.