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Hier ein kurzer Textauszug und der Link zum Text:
https://libratus.online/de/vaeter-und-das-sorgerecht
Väter und das Sorgerecht
Trennungen und Scheidungen stellen in der Regel eine extreme emotionale Belastung für alle Beteiligten dar; wenn dann auch noch ein Streit um das Sorgerecht gemeinsamer Kinder stattfindet, bleibt zumeist kein Stein auf dem anderen. Während wir in der Öffentlichkeit täglich mit den Diskussionen rund um „das Patriarchat“ konfrontiert sind, wird dabei ein Aspekt selten diskutiert: die Benachteiligung von Vätern, wenn es um das Thema des Sorgerechts geht. Oder stimmt das etwa gar nicht? Eine Spurensuche.
Jan David Zimmermann | Gesellschaft | 06. März 2026
Im Jänner 2026 schrieb ich für das Libratus Magazin online einen Artikel über Männerbilder und den Begriff der toxischen Männlichkeit. Mein Satz „Die tendenziell juristische Benachteiligung von Vätern bei Scheidungen […] wird dabei ebenso unberücksichtigt gelassen wie Konkurrenzdenken von Frauen untereinander, weibliches Mobbing, Gewaltausübung oder Gewalt gegen den Partner“ hat dabei in den sozialen Medien für Empörung gesorgt. So habe ich mich entschlossen, mir das Thema „Männer und Sorgerecht“ näher anzusehen.
Ein Beispiel: Ein Vater von zwei Töchtern wird von der Mutter und geschiedenen Ehefrau, die ihn wegen eines anderen Mannes verlassen hatte, der Gewalt gegenüber den Kindern beschuldigt. Das Jugendamt glaubt ihr, auch das Gericht. Er darf die Kinder nur unter Aufsicht und nur selten sehen. Zuvor gab es eine Doppelresidenz. Der Kontakt wird immer weniger. Dann meint die Mutter, mit den Mädchen überfordert zu sein, der Staat solle sich um sie kümmern. Sie kommen in eine betreute Wohngemeinschaft, eine sogar zeitweise wegen Suizidgefahr in die Psychiatrie. Und letztendlich stellt sich heraus, dass die Vorwürfe falsch waren und die Mutter alle manipuliert hatte.
Am Anfang steht der Konflikt
Trennung oder Scheidung sowie daran sich anschließende Sorgerechtsstreitigkeiten sind extreme Konfliktsituationen, die eine sachliche Debatte unter den Konfliktparteien massiv erschweren. Kränkungen, Enttäuschung, aufgestaute Wut, Trauer, Verlustangst, psychische Erkrankungen oder Gewalt in der Beziehung – all dies beeinflusst das Verhalten und die Prozesse rund um eine neue Beziehungsdynamik zwischen Menschen nach einer Trennung massiv. Dies ist ein Thema, das sehr kontrovers diskutiert wird.
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Martin Stiglmayr, Vorsitzender des Vereins „Väter ohne Rechte“ ist seit vielen Jahren im Bereich der Vaterrechte aktiv. Er betont auf meine Nachfrage nach der juristischen Benachteiligung von Vätern: „Unserer Erfahrung nach – und damit meine ich nicht nur Väter ohne Rechte, denn wir sind ja mit vielen Väterorganisationen in Deutschland und Europa sehr gut vernetzt, muss man von einer systematischen Benachteiligung der Väter sprechen.“
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