«

»

Regierung verhindert Doppelresidenz

Pictogramm_Doppelresidenz_kleinREGIERUNG VERHINDERT DOPPELRESIDENZ !

Trotz europäischer Vorgaben wird die Bürgerinitiative "Halbe-Halbe heißt auch Doppelresidenz" mit den Stimmen der Regierungsparteien abgewürgt

 

Allen Initiativen zur Etablierung und Forcierung des Doppelresidenzmodells auf europäischer Ebene (am 2.10.15 verabschiedete der Europarat einstimmig die Resolution zur Doppelresidenz als Standardmodell) und allen Lippenbekenntnissen auch des österreichischen SPÖ - Abgeordneten zum Europarat, Stefan Schennach, zum Trotz, ja selbst wider den Kurs der ÖVP – Landesparteiorganisation Salzburg (diese stellte ja einen Antrag auf Doppelresidenz) wurde die von der Väterplattform initiierte und mit 3206 Stimmen massiv unterstützte parlamentarische Petition „Halbe-Halbe heißt auch Doppelresidenz“  mit den Stimmen der beiden Regierungsparteien in der Schublade der politischen Bedeutungslosigkeit versenkt.

 

Damit aber haben sich unsere Machthaber einmal mehr klar deklariert und demaskiert. Um auf europäischer Bühne den Schein zu wahren und keinen Anstoß zu erregen, geben sich SPÖ und ÖVP aufgeschlossen, einsichtig, modern und schwimmen bequem auf der Welle zeitgemäßer Interpretation des Begriffs „Kindeswohl“ mit. Im heimischen „Provinztheater“ allerdings bekommt der Zuseher leider immer noch nicht mehr präsentiert als die ewig gestrigen, längst überholten, dennoch ständig gebetsmühlenartig wiederholten Slogans und Parolen von bereits in die Jahre gekommener militanter Feministinnen (siehe Beitrag in der ORF – Reihe „Kulturmontag“ vom 8.2.16).

Selbst ums politische Überleben kämpfend wagen es die Spitzen der heimischen Regierungsparteien offensichtlich nicht, sich aus dem Würgegriff dieser Verhetzung mutig und entschlossen zu befreien und opfern lieber weiterhin schweigend tausendfach die elementarsten Interessen unserer Kinder auf beide Elternteile nach deren Trennung.

Anstatt alles daran zu setzten, das Wohl unserer Kinder tatsächlich ins Zentrum jeder Entscheidung zu stellen, sehen die Verantwortlichen des Justiz- und des Familienministeriums mit Penetranz und Ignoranz einfach darüber hinweg, wie von den Jugendämtern und den Familiengerichten sämtliche Weichenstellungen vorgenommen werden. Das all zu oft mit Tränen in den Augen zitierte Kindeswohl verkommt geradewegs zum Synonym für Frauenwohl. Dabei übersehen die politisch Verantwortlichen absichtlich, dass zunehmend diejenigen (jungen) Frauen, die dadurch angeblich für jahrelang erlittenes Unrecht seitens der Männer entschädigt werden sollen, solche Regelungen immer öfters aus tiefster Überzeugung selbstbewusst und kompetent in Frage stellen. Mit dem nötigen Weitblick und Verantwortungsbewusstsein ausgestattet lehnen sie es ab, persönliche Frustrationserlebnisse in der Ehe, die doch beide Partner erlebt haben, zum Anlass zu nehmen, sich im Schutz einseitiger gesetzlicher Regelungen an ihren Expartnern auf dem Rücken der Kinder zu rächen.

 

Österreich, wohin führt nun dein Weg?

Solange es an Mut und politischem Willen fehlt, zuzugeben, dass Väter immer mehr die mit der Kindesbetreuung verbundenen Pflichten wie selbstverständlich übernehmen (man werfe z. B. nur einmal morgens aufmerksam einen Blick auf Kindergärten und Schulen und stelle fest, wie viele Väter hier tatsächlich ihre Kinder begleiten bzw. am Nachmittag auf den Spielplätzen präsent sind), bewegt sich unser Land zusehends in die Isolation eines realitätsfernen und auch von wissenschaftlicher Seite längst unhaltbaren Weges in die Sackgasse verfehlter Familienpolitik.

 

Österreich, wie lange willst du das deinen Kindern noch zumuten?